Schiffshebewerk Henrichenburg

Schiffshebewerk Henrichenburg

Als Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte, jubelte die Menge. Auch nach über 100 Jahren später sind begeistern sich Besucher an diesem größten Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal. Auch wenn der gigantische Aufzug inzwischen stillsteht, lässt das Museum die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal wieder lebendig werden.

Einen tollen Blick auf die eindrucksvolle Stahlkonstruktion und die weite Kanallandschaft bei Waltrop können wir von der Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen genießen. Wann und wie die Wasserstraße und das Hebewerk gebaut wurden, erfahren wir in der historischen Maschinenhalle. Mit welcher Technik die Binnenschiffe die Kanalstufe von 14 Metern überwandern konnten, können wir am Modell lernen.

Der Eintritt im Freilichtmuseum Hagen

Doppeldeckerbus
Gleich nach dem Eingang werden wir von einem tollen Doppeldeckerbus begrüßt. Hier kann am Anfang wie natürlich am Ende der großen Tour eine Pause eingelegt werden – vorausgesetzt, wir verlassen das Gelände über diesen Weg.

Aber alleine der Doppeldeckerbus ist schon mal ein Hingucker wert.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg

Schiffshebewerk Henrichenburg

Kaum dass wir auf dem Gelände sind, thront bereits das große “Schiffshebewerk Henrichenburg” vor unseren Augen. Als wir es das erste Mal sahen, haben wir das Bauwerk fast ehrfürchtig erachtet. Heutige “Schleusen” kommen einem im Vergleich fast klein vor.

Aber bevor wir uns das Schiffshebewerk näher ansehen, können wir uns im Museum über die komplette Peripherie informieren. Heben vielen schriftlichen Informationen gibt es Modelle von Schleppern und anderen Schiffen, Arbeitsmaterialien, Bildern und ganzen Maschinenteilen.

Das Highlight im Museum stellt der Nachbau eines Maschinenraums dar. Hier erklärt zwischendurch eine Museumsmitarbeiterin wie alles funktioniert, inklusive einer Vorführung, warum und wie sich eine Schiffsschraube dreht.

Worüber wir selbst überrascht waren, unsere Tochter (damals gerade mal 4 Jahre alt) fand es von Anfang an spannend. Natürlich ist die Krönung für die Kinder das mit wassergefüllte “Test-Hebewerk”. Hier kann Groß und Klein mit Litermaßbechern jeder das Modell befüllen und entleeren, sodass sich die Technik von selbst erklärt.

Endlich zum Schiffshebewerk Henrichenburg

Nachdem wir uns das Museum ausgiebig angesehen haben und eine Menge Wissen mitnehmen konnten, geht es zum großen Modell – der 1:1 Ausführung.

Nach dem Ausgang der Galerie werden wir direkt zum Blick auf die Schwimmerschächte und Schwimmern geführt. Alleine dieser Anblick ist schon monströs. Noch beachtlicher ist es aber, wenn wir hinuntergehen. Da stehen wir dann unter dem Trog und können in etwa die Ausmaße des Hebewerks erkennen. 8,8 Meter ist alleine der Durchmesser eines Schachtes. Und es gibt fünf davon!

Der Anblick des ganzen Troges – den wir im Anschluss natürlich auch begehen können – ist noch viel überwältigender. Wir stehen dort auf einer Nachbildung einer Schlepperlänge. Der Trog selber ist 90 Meter lang und 12 Meter breit. Neben der “Lauffläche” gibt es am Rande wieder einige interessante Schautafeln mit vielen tollen Informationen.

 

Spaziergang am Kanal entlang

Wer möchte, kann an einer Schifffahrt teilnehmen, bevor es zu Fuß weitergeht. Mehrmals am Tag startet das Fahrgastschiff “Henrichenburg” im Sommerhalbjahr (ca. ab April) vom Kai am unteren Vorhafen des Museums zu Touren über die Kanäle.

Ansonsten begehen wir den Oberturm auf über 77 Stufen, um oberhalb des Schiffwerkes einen tollen Blick auf den Kanal zu werfen. Wer möchte, kann noch ein paar Stufen mehr besteigen, dann gibt es einen Ausblick, wie von einem Riesenrad.

Am Kanal entlang liegen viele alte Schiffe, z.B. das Polizei- und Feuerlöschboot Cerberus (1930), das Dampftankschiff Phenol (1903) und der Pariser Ausflugsdampfer EXPRESS (1884). Dies sind tolle Monumente der Zeit, die langsam vor sich hin rosten – aber immer noch imposant sind.

 

 

Die Spielplätze

Ein paar hundert Meter weiter erwartet unsere Kleinsten ein Spielplatz. Hier gibt es ganz viel Sand und ein Holzkletterschiff, welches selbstverständlich auch begehbar ist. Eine Mischung aus “hoch hinaus” und “dunkle Löcher erforschen”, bis hin entspannt in einer Seilhängematte liegen. Die Eltern können sich in der Zwischenzeit (nur) samstags und sonntags am Café “Hafenklang” bedienen und es sich gut gehen lassen.

Wenn wir jetzt noch drei Minuten weiter am Kanal entlanglaufen, kommen wir zum groß angelegten Spielplatz. Highlight: Der tolle Wasserspielplatz!

Hier kann geklettert, gerutscht, geschaukelt und vor allem im Wasser geplanscht werden. Ein großes Areal, durchgezogen mit einem kleinen “Kanal”, lädt die Kleinen und auch etwas Größeren ein, sich nass zu machen.

Es gibt auf dem Spielplatz noch mehr zu entdecken. Einen Bagger z.B., oder eine Floßfahrt und vor allem ein tolles Modell des Schiffhebewerkes. Auch hier ist es notwendig das Wasser hinzuzufügen oder abzulassen. Holzschiffe (Bretter) können hier hoch und heruntergefahren werden – oder einfach durch den Kanal gezogen werden. Auf jeden Fall können sich die Kids wunderbar austoben!

 

 

Museumschiff und Ausstellungen

Auf der Rückseite des Spielplatzes gibt es dann noch einiges mehr zu entdecken. Unter anderem das Motorgüterschiff Franz-Christian (1929) mit der Ausstellung “Ein Arbeitsleben an Bord” im Laderaum. Ein paar Meter weiter gibt es ein großes Gebäude, in dem sich saisonal eine Ausstellung befindet. Derzeit (2019) können wir die Sonderausstellung “U-Boote – Krieg und Forschung in der Tiefe” bewundern.

Der Rückweg

Wenn wir den Kreis jetzt schließen möchten, gehen wir weiter zum Trockendock. Hier finden wir alte Kräne, Schiffe und Boote. Wir können unseren Kindern sogar ein tolles Hausboot zeigen, welches nach Renovierungsarbeiten in den letzten Monaten wieder zu Wasser gelassen wurde.

Entlang der anderen Kanalseite blicken wir auf das entgegenkommende Hebewerk und auf die gegenüberliegenden Schiffe. Faszinierende Bilder für den Abschluss eines tollen Ausflugs.

Entlang des Weges können wir einen kleinen Ausgangsweg nach unten nehmen, der uns das Gelände in der Nähe des Haupteinganges entlässt. Wer jetzt nochmal zum Doppeldeckerbus möchte, der kann die 77 Stufen des Oberturmes des Hebewerkes hinabsteigen.

 

 

 

Veranstaltungen im Schiffshebewerk Henrichenburg

Es gibt regelmäßig Events für die Besucher und vor allem für Kinder. Der Jahresplan kann auf der Homepage des Schiffhebewerkes eingesehen werden.

Anfahrt, Öffnungszeiten, Preise

Anfahrt, Parken und Erreichbarkeit:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Ab Dortmund Hbf:
Stadtbahn U 41 bis “Brambauer Verkehrshof”, dann Bus 284/231 (über Waltrop) bis “Datteln/Wittener Straße”.

Ab Recklinghausen Hbf:
Bus 231 bis “Datteln/Wittener Straße”

Ab Castrop-Rauxel Hbf:
Bus SB 22 bis “Datteln/Wittener Straße”

Fußweg ab “Datteln/Wittener Straße” (ca. 10 Minuten)
Sie laufen von der Haltestelle zur Kreuzung und biegen in die Provinzialstraße ein. Dieser folgen Sie und überqueren die Lukasbrücke. Auf der anderen Uferseite biegen Sie nach einigen Metern rechts in die Straße “Am Hebewerk” ein. Diese führt Sie direkt zum Museum.

Adresse: Am Hebewerk 26, 45731 Waltrop (Parkplätz sind kostenfrei)

Öffnungszeiten:

Das Schiffshebewerk Henrichenburg hat ganzjährig (genaue Daten bitte der Webseite entnehmen) geöffnet.

  • Dienstag – Sonntag sowie an Feiertagen 10–18 Uhr
  • Letzter Einlass 17.30 Uhr
  • Geschlossen: montags (außer an Feiertagen) sowie vom 24.12.–1.1.

Eintrittspreise:

Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahre), Schülerinnen und Schüler: frei

  • Erwachsene: 5 €
  • Ermäßigungsberechtigte: 4 €
  • mit LWL-Museumscard: frei
  • 14.4., 28.4., 19.5., 8.9., 30.11. und 1.12.2019: frei

Unser Fazit über diesen Ausflug:

Da wir in der Nähe wohnen, besuchen wir das Schiffshebewerk gerne mehrmals im Jahr. Der günstige Eintrittspreis und die freien Eintrittstage machen dieses Museum immer wieder zu einer Attraktion. Und wir besuchen auch immer wieder die Museen und Ausstellungen – es gibt immer erneut etwas Neues zu entdecken!

Und unsere Tochter hat jedes Mal erneut Spaß auf dem (Wasser-) Spielplatz.

Die Toiletten sind sauber und es gibt auf dem Gelände an sich genügend Sitzmöglichkeiten für eine Pause. Auch Bänke für eine Vesper sind vorhanden. Bei Sonderveranstaltungen oder an “Freier Eintritt” Tagen kann es allerdings etwas knapp an Sitzplätzen werden. Solange es trocken ist, gibt es allerdings genügen “Grünflächen” um es sich auf einer Picknickdecke bequem zu machen.

Wir kommen auf jeden Fall wieder und können jedem diesen Ausflug wärmstens empfehlen!


Tipps:

Maschinentelegraf
  • An warmen Tagen bitte genügend Flüssigkeiten mitnehmen.
  • Plane genügend Zeit ein, vor allem an warmen Tagen, sodass das Kind genügend planschen kann.
  • Daher auch dringend an die Badehose / den Badeanzug und Wechselwäsche denken!
  • Sobald die Sonne scheint, den Sonnen- und Kopfschutz einpacken.
  • Wenn du vor Ort kein Essen kaufen möchtest, denke an die Verpflegung.
  • Wenn du an einem Tag der Sonderveranstaltung oder “Freien Eintritt” anreist, denke ggf. an eine Picknickdecke.
Link:

Zu guter Letzt …

… gibt es wie gewohnt noch viel mehr Fotos, sodass ihr einen Vorgeschmack auf einen tollen Ausflug bekommt!

 

Schiffshebewerk Henrichenburg
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